EEG-Vertrag läuft aus – was Unternehmen mit ihrer PV-Anlage jetzt tun sollten

In den kommenden Jahren laufen in großer Zahl EEG-Verträge aus. Nach 20 Jahren endet die ursprüngliche Einspeisevergütung, die viele Photovoltaik-Anlagen auf Unternehmensdächern erst wirtschaftlich gemacht hat. Die gute Nachricht: Ihre Anlage muss weder abgeschaltet noch abgebaut werden. Aber Sie sollten bewusst entscheiden, wie Sie sie künftig nutzen wollen. In diesem Beitrag erhalten Sie einen Überblick über Ihre Optionen nach dem EEG-Auslauf – und warum Eigenverbrauch in Kombination mit einem Batteriespeicher für viele Unternehmen heute die interessanteste Lösung ist. 1. Was bedeutet das Ende der EEG-Förderung konkret? Nach etwa 20 Jahren Laufzeit (genau: im 21. Betriebsjahr zum Jahresende) endet die feste Einspeisevergütung nach EEG. Ihre Anlage gilt dann als „ausgefördert“ bzw. Post-EEG-Anlage. (Verbraucherzentrale.de) Wichtig: Der Jahresmarktwert Solar lag in den letzten Jahren bei wenigen Cent pro Kilowattstunde und damit deutlich unter heutigen Strombezugspreisen. (Netztransparenz) Parallel hat sich der rechtliche Rahmen zu Ihren Gunsten geändert: Für gewerbliche Dachanlagen im Mittelstand bedeutet das: Einspeisen wird weniger lukrativ, Eigenverbrauch und intelligente Nutzung der Energie werden wichtiger. 2. Ihre Optionen nach dem Auslaufen der EEG-Vergütung Grundsätzlich haben Sie nach dem Förderende vier Hauptwege, mit Ihrer Anlage weiterzumachen. (Verbraucherzentrale.de) Option 1: Weiter einspeisen wie bisher Sie speisen den Strom weiterhin komplett ins Netz ein. Der Netzbetreiber vergütet Ihren Strom auf Basis des Jahresmarktwerts Solar (abzüglich Vermarktungskosten). Vorteile Nachteile Option 2: Umstellung auf Eigenverbrauch Sie nutzen den Solarstrom künftig selbst, z. B. für Produktion, Büro, Kühlung oder Ladeinfrastruktur. Überschüsse können weiterhin eingespeist werden, dann aber zum Marktwert. Vorteile Typische Hürden Option 3: Direktvermarktung Sie vermarkten den Strom über einen Direktvermarkter am Strommarkt. Das ist in der Regel bei größeren Anlagen interessant. Vorteile Nachteile Option 4: Repowering / Anlagentausch Sie demontieren die alte Anlage teilweise oder komplett und installieren eine neue PV-Anlage mit aktueller Technik. Vorteile Nachteile Repowering ist besonders dann interessant, wenn die Dachfläche knapp ist und Sie die Leistung pro Quadratmeter maximieren müssen. 3. Warum Eigenverbrauch mit Speicher für viele Unternehmen der Hebel ist Für viele gewerbliche Betreiber ist der Strombezugspreis heute deutlich höher als das, was sie für eingespeisten Solarstrom erhalten. Eigenverbrauch schlägt Einspeisung – erst recht nach dem EEG-Auslauf. Ohne Speicher: Gute Idee mit begrenztem Effekt Stellen Sie Ihre Ü20-Anlage auf Eigenverbrauch um, steigt der Eigenversorgungsanteil. Typische Effekte: Ohne Speicher bleibt ein großer Teil Ihres Potenzials ungenutzt. Mit Batteriespeicher: PV-Ertrag in Ihre Lastspitzen verschieben Ein gewerblicher Batteriespeicher verändert die Gleichung: 4. Praxis-Check: Lohnt sich ein Speicher nach EEG-Auslauf für Ihr Unternehmen? Ein Post-EEG-Speicher lohnt sich besonders, wenn: PV · Speicher · Autarkie Unabhängigkeitsrechner Abschätzung von Autarkiegrad und Eigenverbrauchsanteil für PV-Anlagen mit Batteriespeicher. Die Berechnung verwendet ein vereinfachtes Last- und PV-Profil und ist als Näherung zu verstehen. Bis 1.000 kWp PV-Leistung Bis 1.000 kWh Speicherkapazität Eingaben Live-Simulation Jahresstromverbrauch 4000 kWh/a Typischer EFH-Haushalt: 3.000–5.000 kWh 100 – 1.000.000 kWh Photovoltaikleistung 5.0 kWp Daumenregel: 1 kWp ≈ 5–10 m² Dachfläche 0 – 1.000 kWp Nutzbare Speicherkapazität 10 kWh Faustwert: 0,5–1,5 kWh je kWp 0 – 1.000 kWh Die Ergebnisse werden automatisch neu berechnet, sobald Sie einen Wert ändern. Bitte prüfen Sie Ihre Eingaben. Die Werte müssen größer als 0 sein. Ergebnisse Jahresbilanz Autarkiegrad Netzbezug: – 0 % Deckung des Jahresstrombedarfs durch PV + Speicher 0 kWh Eigenverbrauchsanteil Einspeisung: – 0 % Genutzter Anteil der PV-Erzeugung (direkt + Speicherung) 0 kWh Energieflüsse PV-Ertrag: – Jahresstromverbrauch 0 kWh/a PV-Erzeugung 0 kWh/a Direktverbrauch aus PV 0 kWh PV → Batterie (Ladung) 0 kWh Batterie → Last (Entladung) 0 kWh Netzeinspeisung 0 kWh Netzbezug 0 kWh Hinweis: Die Berechnung basiert auf einem typisierten Tageslast- und PV-Profil (24-Stunden-Simulation, hochskaliert auf ein Jahr) und berücksichtigt Batterieverluste mit pauschalem Wirkungsgrad. Abweichungen zu detaillierten Simulationswerkzeugen sind möglich. 5. So gehen Sie vor, wenn Ihr EEG-Vertrag in den nächsten Jahren ausläuft